Tägerwilen - Untere Gottlieberwiese

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Tägerwilen

Place name

Untere Gottlieberwiese

Type of site

Pile Dwelling Site (PD / S3)

Last edited by

admin

Last update

Thu, 02/19/2015 - 17:16

Responsible for site

Amt für Archäologie
Irene Ebneter
Schlossmühlestrasse 15a
8500 Frauenfeld

Administrative contact

Amt für Archäologie Schlossmühlestrasse 15a CH - 8510 Frauenfeld
Extension (ha): 
4,54
Height above sea level (m): 
398,00

Map of pile dwelling sites

Dating text

see German version (no translation available). / Datierung typologisch: Pfyner (?) und Horgener Kultur.

Description

see German version (no translation available). / Im Sommer 1999 entdeckte Robert König auf der Flur „Untere Gottlieberwiese“ zahlreiche jungsteinzeitliche Steinartefakte. Mehrere Feldbegehungen zwischen 1999 und 2008 brachten ein umfangreiches jungsteinzeitliches Inventar ans Tageslicht. Die Fundstelle befindet sich auf einem flachen Feld am Rand des sumpfigen Riedstreifens, der entlang des Unterseeufers verläuft. Drainierungen während der letzten 55 Jahre haben zu beträchtlichen Terrainabsenkungen im Bereich der Fundstelle geführt. Das Amt für Archäologie führte im März 2002 eine kleine Sondiergrabung durch. Die Stratigrafie gliedert sich in drei Schichtkomplexe. Unter einer etwa 30 cm mächtigen, sandigen Humusschicht folgt eine 10–20 cm dicke Fundschicht. Diese besteht aus einem hellgrauen, feinen Sand mit hohem Silt- und Molluskenschalenanteil. Organische Reste wie Detrituslagen oder liegende Bauhölzer blieben nicht erhalten. Das stratifizierte neolithische Fundmaterial stammt aus dieser Schicht. Diese Artefakte sowie zahlreiche Holzkohlestückchen belegen, dass hier eine stark erodierte und vermutlich mehrfach umgelagerte Kulturschicht(en?) im Boden steckt. An der Basis folgt eine sandig-seekreidiger Schichtkomplex. Ein Pfahlschatten mit sandiger Füllung, die Holzkohleflitterchen enthält, ist in diesem Schichtkomplex deutlich zu erkennen. Das Fundmaterial gliedert sich in sehr schlecht erhaltene Keramik (wohl Horgen), über 200 Steinbeile, Rohlinge und Abfallstücke der Beilfabrikation, Klopfsteine, Hitzesteine, Netzsenker und Knochen.

Bibliography comment

JbSGUF 83, 2000, 202; Rigert 2001, 62–64; Benguerel et al. 2010.